14. Januar 2018

Geburtstage.



Sprechen wir doch mal über Geburtstage! Warum ich über sie schreibe? Keine Ahnung. Vielleicht liegt es daran, dass mein eigener Geburtstag sich bald zum vierundachtzigsten Mal ankündigt? Ach, ich weiss es auch nicht, hab noch nie in meinem Leben so viel Aufwand damit getrieben. (Vielleicht als Kind, kann sein.)

  Du magst diese Geburtstage? Darfst Du doch auch. Natürlich, es sind ja Feiern der Familie, sie verbinden alle Lebenden miteinander. Dabei ist es gleich, wie man sie verlebt, ob man feiert oder nicht, es sind althergebrachte Formen und Formeln, die hierüber entscheiden.
Die einen feiern sie im großen Kreise mit Familien und Freunden, die anderen wiederum fliehen, um dem ganzen Feuerwerk an Gefühlsduseleien zu entgehen. Hier haben es die runden oder halbrunden Gedenktage der Geburt besonders in sich! 
(Dabei sollte eines klar sein: Statistisch gesehen sterben mehr Menschen um ihren Geburtstag herum als an anderen Tagen. Keiner weiss, warum. Vielleicht liegt es an dem Stress, der durch den ganzen Aufwand hervorgerufen wird? Naja, ich frag mal bloss.)

Also, wieder ein Jahr älter werden, dann auch noch zu einem festen Termin, das ist schliesslich keine Lappalie, oder? Das kann man ja nicht einfach ignorieren, da muss man schon ein wenig in sich gehen und nachdenken. So einfach verleugnen geht ja auch selten. Oft genug ist man gezwungen, sein Alter anzugeben. (Gerade unseren Damen soll das ja besonders schwer fallen, hörte ich.)

Aber liebe Mitmenschen, ein Lebensjahr bedeutet doch im Grunde gar nicht viel, unser Leben, unser eigentliches »Dasein« spielt sich doch in den Tagen zwischen den Geburtstagen ab. Es sind die Augenblicke, in denen unser Leben geschieht, in denen die Minuten unserer Zeit ablaufen und dann für immer vergehen! Und diese Momente allein zählen doch - auch wenn man sie nicht zählt. Unsere Zeitmessung, linear gesehen, kann überhaupt nicht anders, sie häuft nun mal Jahr für Jahr Geburtstag an Geburtstag an Geburtstag!

Nach einer alten Mär las ich neulich verwundert, dass sich der Mensch alle sieben Jahre erneuert bzw. verändert! Nun, wäre das nicht auch eine Möglichkeit, unser Alter neu zu berechnen? Zu bedenken ist dann jedoch noch, das ja auch noch das »gefühlte« Alter hinzukommt. Und dies bringt so manches Mal einen grösseren Unterschied, als wir es uns vorher ausmalen, nicht wahr?
Dieser gefühlte Unterschied hat dann mit der ganz normalen Zeitrechnung überhaupt nichts zu tun. Mitunter fühlt man sich viel älter als das tatsächliche Alter besagt, ein anderes Mal wiederum könnte man die 100 Meter noch in 10.0 Sek. laufen! (wenn die bloss nicht so entsetzlich lang wäre, diese Strecke)

Gut. Aber wie ist das denn nun mit dem »Geburtstag-feiern«? Na, klar, wenn es denn Spaß macht, immer! Welche Alternativen hat man auch sonst? Da fällt mir ein: Wie wäre es denn, mal den letzten Tag des »alten« Geburtsjahres zu feiern? (Schließlich feiern wir doch an Sylvester auch das alte Jahr?) Oder eventuell mal den »einhalbsten« Geburtstag? Wäre doch ein Gag. Wir laden alle Freunde zum 52½sten Geburtstag ein, deren Gesichter wären bestimmt ansehenswert!

So wünsche ich allen in diesem seligen oder unseligen Jahr gute Geburtstagsfeiern, - auf jeden Fall aber, dass sie noch oft stattfinden!

©by wildgooseman

Kommentare:

  1. Wie wäre es, wenn wir unseren Geburtstag und somit das Leben jeden Tag feiern, lieber Horst ?

    Nochmals liebe Grüße von
    Laura, die dankbar ist, sich jeden Tag des Lebens zu freuen zu dürfen.

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  2. Puh - dann hätte ich aber viel zu tun und käme nicht mehr zum Schreiben.
    Ergo? Lassen wir es bei 1x im Jahr, nichtß
    Liebe GRüße,
    Horst

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  3. Deine Gedanken gefallen mir. Besonders der, den letzten Tag des alten Geburtsjahres zu feiern. Das wäre ein besonderer Gag vor einem Runden.
    Lieben Gruß
    Poldi

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    1. Richtig, liebe Poldi, es wäre doch naheliegend, das Vergangene hoch leben zu lassen, glaube ich!
      Danke und Grüße an Dich.
      Horst

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[B]Ich danke Dir für Dein Statement![b/]