20. Januar 2018

Der Himmel über dir!


Wolkenbilder, gemixt mit den faszettenreichen Wasserfarben in Blautönen hoch oben am Himmel. Coelinblau nennt der Maler diese wunderschöne Farben, “himmelblau”. Sie werden eigentlich nur übertroffen vom tiefen Blau des Meeres an südlichen Küsten.

Es ist der Himmel über mir. Oft jedoch sehe ich ihn nicht, da ist er versteckt unter einem nebligen Dunst. Dieser diesig graue Schleier aus dem Bindemittel Wasser und den Farb-Pigmenten der Sonne gemischt nimmt mir oft die Sicht auf die großartigen Farben des Firmaments. Dieser Himmel über mir ist immer da, wenn auch manchmal verborgen. Aber ich ahne ihn, und deshalb ist auch die Sehnsucht nach den Sonnentagen, nach dem blauen Himmel und den weissen Wolken immer vorhanden.


Diese alte Laterne ragt hoch hinauf in den Himmel, als wolle sie ihn erreichen. Irgendwie strahlt sie eine Sehnsucht aus, eine Begierde nach mehr. Ich identifiziere mich mit dieser Laterne. Fest in der Erde stehend und doch ständig hinaufstrebend, mitten hinein in diese dahinsegelnden Gebilde. Sinnloses Verlangen nach blauer Ferne und dem, was dahinter liegt...
» Mit euch zu wandern
über Ozean und Kontinente,
mit euch zu reisen
durch azurne Himmelshöh’n,
mit euch zu überwinden,
was die Menschen immer trennte,
und nie mehr einsam in der Nacht
nur zu den Sternen seh’n. «
So dichtete ich einmal als halbwüchsiger Junge, als mich wieder einmal das Fernweh gepackt hatte...
Ich liebe die Wolken, die bizarren Gebilde, die sich ständig und unaufhörlich verändern. Und ich mag das Blau des unendlichen Himmels, das zu jeder Tageszeit eine andere Farbnuance zeigt.

Und dann stand ich irgendwann einmal mitten drin in dieser so schneeweissen Watte der Wolken. Auf dem Gipfel eines Berges sah ich hinab auf diese Gebilde, die ich von unten so bewunderte. Ich stand mitten in diesen Wolken und hätte nun glücklich sein müssen.
Aber meine Enttäuschung war riesengroß! Ich sah nichts anderes, als genau die graue, diesige Nebelwand, die ich unten im Tal so verabscheute!


Das Gipfelkreuz, das mir im Tal so als erstrebenswertes Ziel erschienen war, sah nun aus der Nähe ziemlich gewöhnlich und arg ramponiert aus. Keine Spur vom Streben in höhere Regionen. 


Unser Leben ist solch ein Himmel. Ein eigener Himmel unter einem anderen Himmel! Aus der Ferne gesehen sieht alles wunderschön und begehrenswert aus. Die Nähe zeigt dann erst die Realität, den Alltag, das Leben im täglichen Kreislauf. Es ist dann oft wie ein Traum: Erwacht man daraus, findet man sich nicht mehr zurecht
Aber ich träume weiter. Ich bewundere weiter den Himmel und die Wolken, die bizarren Gebilde, die ich auch anders kenne.
Wer mir meine Illusionen nehmen will, tötet mich.
Himmel, Wolken, Träume, Nebel und Dunst- alles gehört zusammen!
Auf ewige Zeit...

©by wildgooseman

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[B]Ich danke Dir für Dein Statement![b/]