27. November 2017

Cogito ergo sum

Cogito ergo sum.
Ich denke und mithin so bin ich,
ist das eine nur wahr, ist es das andere gewiß.

Denk ich, so bin ich! Wohl!
Doch wer wird immer auch denken?
Oft schon war ich -
und hab wirklich an gar nichts gedacht! 

(-Friedrich Schiller-)



Denken. Was wären wir ohne Gedanken? Animalische Geschöpfe, lediglich eine Laune, ein Spielzeug des Schöpfers, geschaffen um eine Erde zu bevölkern, damit sie nicht leer sei!
Unsere Vorstellungskraft, unser Verhältnis zur Natur, zu unseren Mitmenschen wären überhaupt nicht existent, es gäbe einfach nur das reine »Da-sein«.
Erst das Denken, unser Denken schafft die Grundlage zum »Tun«! Natürlich können wir auch etwas tun, ohne zu denken. Manche Menschen haben dies zur Maxime gemacht und merken erst später, dass durch Nachdenken -und zwar vorher!- vieles nicht geschehen wäre...

Das aber hat etwas mit Logik zu tun und wäre nun ein Thema für sich!
Es gibt Augenblicke im Leben, da denkt man wirklich zuviel. Das Herz aber denkt nicht, es fühlt nur (nur?) und beachtet dabei keinerlei Hindernisse. Alle Schwierigkeiten im Zusammenleben von Menschen sind Aufgaben zum Denken, zum Nachdenken, und behindern damit das Gefühl für den Anderen!
Wenn ich Zweifel habe, denke ich über diese nach, schalte ich das Gefühl ab und gehe ganz in Gedanken auf.
Das wiederum hindert mich, in liebevollem Miteinander meinen Mitmenschen gegenüber zu treten und damit baue ich gleichzeitig wieder eine Mauer auf, eine Gedankenmauer.
Was also tun? Wahllos und ohne Zögern den anderen Menschen anzunehmen? Das ist schwer, sehr schwer und gelingt mir nicht allzu oft!

Ich denke, also bin ich.
Sicher.
Wer oder was bin ich dann -mit Schiller zu reden- wenn ich nicht denke?
Würde ich dann nicht sein ...?


©by Wildgooseman 

Kommentare:

  1. nachdenken - mitdenken - umdenken - das Denken nicht vergessen und gleichzeitig - es auch abschalten können wenn zuviel denken belastet oder quält...
    lieber Horst wie ich sehe hast du dir den gedanken an sich und was es bedeutet zu denken - bewusst seine Gedanken zu lenken - heute zum Thema gemacht...
    ich denke oft darüber nach warum so viele menschen ehe sie handeln - nicht denken, oder wenn, dann verquer denken - sich etwas ausdenken - sich das gehirn verrenken -
    du siehst
    ein interessantes Thema
    welches auch mir - schon seit Jahren
    alles andere als fremd ist und bleibt...
    liebe Morgengrüße in deinen Tag..
    angelface

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  2. ... "ES AUCH ABSCHALTEN KÖNNEN" - schreibst Du so schön. Ja,das ist eine Sache, dich ich manches Mal gern möchte. Dann jedoch schwirren die Gedanken wie Mücken im Sommerwind und bringen alles wieder aus dem Gleichgewicht. Am Nachdrücklichsten geschieht es in mancher Nacht, wenn der Schlaf überall ist, nur nicht bei mir.
    Cogito ergo sum - es ist so verflixt schwer, "nicht sein" zu wollen.
    Aber ich versuche es, versprochen!
    Liebe Grüße an Dich,
    von Horst

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  3. immer wieder "-üben - lieber Dichterfürst - bei mir gelingt es beileibe auch nicht oft sich das Hirn leer zu pusten dazu brauche ich viel Wind und frische Luft...oder viele Bücher zum abdriften.
    liebe Grüße in deinen Morgen
    herzlichst Angelface

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    1. Dann raus mit Dir an die Morgenluft!
      Hier ist tolles Segelwetter - bei Dir auf dem Vogelsberg sicher nicht??
      grüßt Horst

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  4. Sein oder nicht sein... das ist hier die Frage.
    Allerliebste Adventgrüße und danke für den gut gedachten Text,
    alles Gute für Euch, Klärchen

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    1. Auch für Dich, Klärchen - schönen Adventssonntag! von uns Beiden -----

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[B]Ich danke Dir für Dein Statement![b/]